06. Februar 2012: Kommunale Wohnungsbestände puffern Wohnungsengpässe
In den Zeiten des Wohnungsmangels und Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg hat die öffentliche Hand die Wohnungsversorgung in Deutschland durch Ausweitung ihrer Wohnungsbestände unterstützt. Trotz zahlreicher Verkäufe in den 2000er Jahren, darunter spektakuläre Komplettverkäufe an internationale Finanzinvestoren, verfügen die Kommunen und kommunalen Wohnungsunternehmen immer noch über einen beachtlichen Wohnungsbestand. Überwiegend wollen sie ihn auch halten. Im aktuellen Heft der 'Informationen zur Raumentwicklung' beleuchten verschiedene Experten den heutigen Stellenwert von kommunalen Wohnungen aus.
Für die Befürworter einer Privatisierung der kommunalen Wohnungsbestände gibt es hierzulande genug Wohnungen, um auch die Wohnungsversorgung bedürftiger Haushalte auf dem freien Markt abzusichern. Die Verkaufserlöse könnten für wichtige andere kommunale Zwecke eingesetzt werden. Andererseits besteht in prosperierenden Regionen eine hohe Wohnungsnachfrage im unteren Mietpreissegment und Problemhaushalte seien außerhalb des kommunalen Wohnraums kaum unterbringen.
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