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27. August 2010: Trend - Die Wunschimmobilie der Deutschen
Nur die Hälfte der Deutschen wohnt einer Umfrage zufolge in ihrer Wunschimmobilie. Gut 71 Prozent träumen von einem frei stehenden Einfamilienhaus. Allerdings lebt fast jeder Zweite in einer Wohnung, in den meisten Fällen zur Miete. Laut einer Studie der TNS Infratest im Auftrag der Commerzbank klaffen beim Wohnen Wunsch und Wirklichkeit in Deutschland häufig auseinander. Nur die Hälfte der Befragten gab an, ihre Wunschimmobilie bereits zu bewohnen. Der Hauptgrund für die Diskrepanz zwischen dem Wohntraum und der Realität, so die Befragten, seien die finanziellen Mittel: 69 Prozent geben an, zur Verwirklichung des Wohnwunsches fehlte das Geld. Zudem nennt die Hälfte der Befragten 'unsichere Zeiten' als Grund für die Kaufzurückhaltung.
Bevorzugte Lage für die eigene Immobilie ist die ländliche Region (49 Prozent) oder der Stadtrand (38 Prozent). Dabei würden die Deutschen den Kauf einer bestehenden Immobilie (47 Prozent) einem Neubauprojekt (38 Prozent) vorziehen.
Nur 4 Prozent würden sich für ein Reihenhaus entscheiden, die Doppelhaushälfte ist mit nur 3 Prozent der Nennungen die unbeliebteste Wohnform. Rund um das beliebteste Wohnobjekt, das freistehende Einfamilienhaus, wünschen sich 93 Prozent der Deutschen eine gute Infrastruktur. Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Grünanlagen in der unmittelbaren Umgebung sind sehr begehrt.
Beim Eigenheim zeigen sich die Deutschen sehr umweltbewusst: Für etwa drei Viertel spielt das Thema Energiesparen eine sehr wichtige bis äußerst wichtige Rolle. Viel Platz draußen und drinnen sollte das Wunschhaus haben. Terrasse und Garten stehen mit 96 Prozent bzw. 86 Prozent ganz oben auf der Wunschliste. Jeder Vierte träumt von mindestens 4 Zimmern, ebenfalls ein Viertel sogar von 6 Zimmern oder mehr.
Bei der Ausstattung mögen es die Deutschen eher pragmatisch als luxuriös. So ist die Parkmöglichkeit für 86 Prozent ein Muss. Ein offener Kamin (73 Prozent) und der Wintergarten (62 Prozent) sollen für Gemütlichkeit im Haus sorgen. Wellness-Einrichtungen wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessraum sind dagegen vergleichsweise uninteressant.
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